Heute berichte ich euch ein bisschen von Udo Lindenberg, einer von Deutschlands bekanntesten Musiker und einer der Lieblingsmusiker von meiner Mama. Der Hut und die Sonnenbrille sind seine Markenzeichen, wie er in seiner Autobiographie schreibt und dass ihn keiner von meinen lieben Lesern wohl mal ohne diesen Hut gesehen hat, könnt ihr sicher nur schwer leugnen. 34. Alben können wir uns zu Gemüte führen und dann unsere Leidenschaft an Deutsch-Rock verlieren. Denn diesen hat er ganz klar als Pionier unter die Menge gebracht. Mit einem großen Bruder und zwei Schwestern ist er in NRW in Gronau geboren und seinen Eltern Hermine und Gustav Lindenberg hat er sogar je ein Album gewidmet. Ist das nicht richtig nett? Aber er ist ja nicht nur Musiker, sondern auch Maler und Schriftsteller muss man wissen. In der Malerszene ist er sogar ziemlich bekannt. Zum Beispiel mit der Reihe »Likörelle« hat er Bilder aus alkoholischen Likören gemalt.

 

20-udo-lindenbergAngefangen hat seine Musikerkarriere damit, dass er schon als Kind ein irre Taktgefühl bewies und angefangen hat auf alten Benzinfässern Schlagzeug zu spielen. Und später hat er dann bei zahlreichen Bands den Schlagzeuger für längere Zeit oder nur eine Tour gemiemt. Aber der wahrliche Erfolg blieb wohl dennoch aus. Seine eigenen ersten Alben stießen allerdings auf Interesse, weil es etwas Neues war: Der Rock n’ Roll in Deutsch. Und dann noch endlich diese schleppend ruhige Stimme mit dem Jammerton.

»Natürlich können Drogen die künstlerische Arbeit befeuern, das weiß man von Goethe, Freud, Bukowski und vielen anderen. Aber die haben eben auch die Regel befolgt: Im Rausch schreiben, nüchtern gegenlesen.«

Durch die Jahre hat er noch das Panikorchester gegründet und einige Organisation. Sein Lieblingsbuch ist Sitarta von Herrmann Hesse und das meiner Meinung nach schönste Lied von seiner Person ist wohl »Cello«. Für die eingefleischten Fans ist das aber bestimmt noch viel mehr. Zwischenzeitlich hatte er in der »Villa Kunterbunt« eine WG mit Otto Walkes und Marius Müller-Westernhagen am laufen und das muss ja ein Spaß gewesen sein, denn ganz trocken sind die sicher nie gewesen. Und trotzdem schätzt ihn Deutschland und benennt Plätze nach ihm und baut eine Statue. Er bekommt die 1live Krone für sein Lebenswerk und ist tatsächlich erst mit 62 Jahren das erste Mal auf Platz 1 der deutschen Charts. Er ist höchst engagiert in Hilfsorganisationen und natürlich Pazifist: »Wozu sind Kriege da« und die Organisation »Rock gegen Rechte Gewalt« sind nur einige Projekte in diesem Bereich.

»Ich bin von Beruf Udo Lindenberg. Meinen Job gibt es nur einmal auf der Welt!«

Aber er ist bestimmt ein liebenswerter Kerl, wenngleich ich mir ihn auch als nicht so angenehmen Chef vorstelle, aber das ist ja nur das persönliche Empfinden. Lasst euch von seinem Charme (?) begeistern und kommt gut in die nächste Woche.

Bis morgen und bis bald!
Itchy

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