Linkin Park: In the End

Das hier wird nicht etwa eine verspätete Beileidsbekundung und gleichzeitig Liebesbrief an Chester Bennington, sondern eine kleine Erinnerung an dieses wunderbare Lied und die Gefühle dazu.
[Chester Bennington war natürlich eine coole Socke und mich hat das nicht wenig geschockt bzw betrübt, was passiert ist]

Time is a valuable thing
Watch it fly by as the pendulum swings
Watch it count down to the end of the day
The clock ticks life away

Linkin Park – das wissen ja die meisten ist nach dem Lincoln Park benannt. Die Kreativität trieft ja wieder mal gerade zu schleimig aus den Poren…
1996 in Los Angeles gegründet und unter anderm auch die kommerziel erfolgreichste Band des 21. Jahrunderts – fuck yeah!
Ja gut bei 100 Millionen verkauften Alben – mh ja!
Den Musikstil beschreibt man ja oft als NUmetal oder Crossover. Früher hat man das auch Rapmetal genannt, womit ich dann schon mehr anfangen und mir auch was vorstellen kann.
Die Boyzz waren übrigens auch verdammt wichtig für die Jugendbewegung, Bitch!
Wie jede Band haben die natürlich auch zwischendurch ein paar Stilveränderung der Musik durchgemacht, wurden mal poppiger, mal elektronischer und irgendwann auch ein bisschen anstrengend für mich, aber change is good und so.
Thematisch haben sie in ihren Anfängen Jugendthemen über das Erwachsenwerden etc gesungen. Später haben sich die Themen ein bisschen gesetzt, es wurde weniger geschrien, mehr mit Bedacht gemacht, weil die Fans ja auch älter wurden und die ganze Crossover-Szene auch wieder in der Versenkung verschwunden ist:
Linkin Park ist das ja aber nicht direkt. Konnten sich also sehr gut integrieren, würde ich sagen!


In the End war mit Runaway meine ersten und auch heute noch allerliebsten Lieder von Linkin Park.
Es stammt vom Debütalbum Hybrid Theory (das am 9. Oktober 2001 veröffentlicht wurde) und auch ihr frührer Name war.
Das war by the way auch das bestverkaufteste Album 2001!
Hat unter anderem den zweiten Platz der US-Billboard-Charts erreicht und ist damit Linkin Parks erfolgreichstes Lied.

Orginal war es ein Gedicht von Chester, dann haben sie es ein bisschen aufgepeppt, mit einem sehr coolen Rappart von Mike unterlegt und zack war er da, dieser eine Song!

Mike Shinoda, der Rapper und Sänger der Band (Chester wird nur als Shouter bezeichnet, falls jetzt jemand jammert) meinte mal: »I remember putting this together in our rehearsal studio on Hollywood and Vine, working overnight in a room with no windows. I had no idea what time of day it was; I just slept when I was tired, and worked on this song until it took shape. The first guy to hear it was Rob, who told me (I’m paraphrasing) that this was ‚exactly the kind of song he wanted us to write.«

One thing, I don’t know why
It doesn’t even matter how hard you try
Keep that in mind I designed this rhyme
To remind myself how

Das Musikvideo ist in meinen Augen der Moderne natürlich ultra trashig. Aber für 2001 Verhältnisse schon ziemlich gut!
Verdammt tiefsinniges Singen in einer Wüste und einer Art Tempel, während Kletterpflanzen um Mike und Chester herumwachsen:
Im weiteren Verlauf steht die ganze Band dann auf der Spitze des Tempels und performed. Der Tempel ist eine Statue einer sehr traurigen Figur.
Soll wohl Ramses II. stark ähneln.
Es sieht ein bisschen so aus, als würde Mike durch das Rappen die Welt wieder grüner machen, weil das Gras immer weiter wächst.
Es fällt aber auch auf, dass Chester immer gerne ganz nah am Abgrund singt und rumspringt und waghalsig runter schaut.
Später fängt es wie blöd an zu regnen und alles wird von eher warmer/ gräulicher Tendenz dunkler mit Blaustich.
Der Hintergrund wurde in der Wüste in Kalifornien , die Band im Studio gefilmt:
Krasse CGI Effekte haben das dann zusammengefügt und Gras wachsen lassen.
Das Video soll eher positiv sein, als Kontrast zum Inhalt des Songs.

Thematisch verarbeitet Chester seine Erlebnisse aus der Kindheit (mit Schlägerpapa und Mobbing).
Es ist grundsätzlich verdammt negativ, ich meine er singt davon, dass es keinen Grund zu leben gibt!
Außerdem ist da musikalisch noch eine Botschaft vom ewigen Kreis des Lebens zu hören. Es beginnt und endet mit Klaviergeklimper.
Mike rappt von Momentaufnahmen, wenn das lyrische Ich versucht alles in sich zu behalten, sich zusammen zu halten und am Ende dann doch alles außeinander bricht.
Er rappt davon, dass es richtig mies behandelt wird und dann ist es so überrascht, dass man doch so weit kommen kann, trotz dieser erschwerten Umstände. Ist echt nicht nett dieser Song, eher verdammt, verdammt bedrückend.
Und wir hören ihn jetzt an, aber direkt im Anschluss schauen wir dieses irre witzige Carpoolkaraoke der Band! Es ist grandios!

I’ve put my trust in you
Pushed as far as I can go
And for all this
There’s only one thing you should know

I tried so hard and got so far
But in the end it doesn’t even matter
I had to fall to lose it all
But in the end it doesn’t even matter

https://www.youtube.com/watch?v=Gky146VmVvA

Wie ist eure Beziehung zu Linkin Park so? Was ist denn euer liebstes Lied von ihnen? Wie findet ihr In the End? Hat es euch ähnlich geprägt? – Lasst es mich wissen!
Itchy the Bat

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1 Antwort

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