#starwarsmitgans – wie 18 Stunden meine Welt ein bisschen verändert haben

Guess what?
I’ve never seen Star Wars.

Und die Welt implodierte wie der Todesstern – drei Mal.

Hallo Nerds und Geeks,
ich offenbare ein weiteres langgehütetes Geheimnis dem Inernet und lege damit wieder einmal meine Gefühl zu 100% blank.
Die einen wollen mich lynchen, die anderen haben ihren Verstand verloren, aber der Großteil ist einfach nur grenzenlos enttäuscht.
Und wenn es etwas gibt, mit dem ich so gar nicht umgehen kann, dann ist es Enttäuschung.
Vor allem, wenn jemand von mir enttäuscht ist.
[Das war tatsächlich lange Zeit der größte Ansporn für meine guten Schulnoten: ich wollte meine Mama nicht enttäuschen]

Meine Waldmenschen sind richtige Nerds: Anime, Manga, Comics, Fantasy und Games.
Das ist in der explosiven Mischung meiner Freunde alles drin und auch wenn wir für Harry Potter und Herr der Ringe schon sehr lange Leidenschaften teilen, gab es da immer eine Sache, die mich nicht so sehr bewegt hat, wie die anderen.
Und das war STAR WARS.

Ich kannte ungefähr die Story, wusste das es um sehr komplizierte Familiengeschichten, Lichtschwerter und dreieckige Raumschiffe ging und dass es eine ganze Generation geprägt hat.
Nur war ich eben nicht Teil dessen und auch sehr lange nicht wirklich Science-Fiction-interessiert.
Irgendwann hab ich »Per Anhalter durch die Galaxis« von Douglas Adam gelesen und hab bemerkt, wie unheimlich spannend und spannend unheimlich diese Weite da draußen sein kann. Dann hab ich mich noch in Doctor Who verliebt und schlussendlich hat mir meine älteste Freundin aus der Grundschule auch noch Star Trek (bis jetzt nur die neuen Filme) nahe gebracht und alles gefiel mir.

Aber Star Wars war so groß und anstrengend und ich hatte immer das Gefühl, man könnte da eh nicht mehr einsteigen und alles so checken, wie es die anderen taten, die eben damit aufgewachsen sind. Heute bin ich schlauer.

Und Freitag kurz vor Weihnachten werde ich vorraussichtlich sogar auf dem aktuellen Stand eines Star Wars-Fans – zumindest des Mainstream-Star-Wars-Fans sein.
Mir fehlen nur noch die überteuerten Actionfiguren und die Bücher bzw. Comics.


Star Wars – Episode 8: Die letzen Jedi ist vor einer Woche in die deutschen Kinos gekommen und hat damit den meisterwartetsten Film diesen Jahres anlaufen lassen.
Wie fast jedes Jahr um diese Zeit fiebern dann die Fans und unter anderem eben auch meine Nerd-Waldmenschen darauf zu und freuen sich wie blöd.
Und das hat mich wieder einmal zum Nachdenken gebracht: wie sieht es aus Itchy? Willst du es nochmal probieren?

Und dann haben wir einen kranken Plan gefasst, der vergangenes Wochenende seine Durchführung fand.
Und ich hatte das absolute Erlebnis einer Star Wars-Jungfrau: einen verdammten Star Wars-Marathon!

Ja, da habt ihr richtig gelesen. Ein Marathon!

Wir haben uns alle sieben Episoden und Rogue One geschnappt (und als Kompromiss Star Wars – The Clone Wars und Star Wars – Rebels rausgelassen), haben uns auf dem Sofa des Ultra-Star Wars-Nerd-Waldmenschen ein Nest gebaut, mit Nachos, Tee, Plätzchen, Muffins, Apfelsaft und ein bisschen Portwein und haben uns sage und schreibe acht Filme hintereinander angeschaut – verdammt wie konnten wir nur?

Wir hatten ursprünglich ca. 16 Stunden gerechnet, genau waren es dann: 17,9 Stunden – ergo 18 Stunden.

Geübte Geeks würden jetzt sagen: »Tz aaaah das ist ja gar nichts, ich hab mal das doppelte am Stück gezockt!«

Aber wir sind halbe Hippies und leben manchmal praktisch draußen und ja das können wir so nicht wirklich und das war noch gar nicht das einzige Problem:
Wir mussten Hunger, Klo und Müdigkeit mit einberechnen.
Wir hatten nur ein Wochenende und das noch nicht mal ganz. Ziemlich genau hatten wir 23 Stunden zur Verfügung – damn!

Also haben wir uns um 10.00 Uhr am Samstag verabredet und natürlich sind zwei erstmal zu spät gekommen, sodass wir dann um 10.20 Uhr mit Episode 1 starten konnten.

[bevor wir hier die Ultras schon hören können: ja – wir haben das unkonventionell und gegen jede Vernunft chronologisch angeschaut!]

Nach Episode 2 gab es dann erstmal selbstgemachte Pizza und dann ging es weiter mit den beiden depremierendsten Filmen: Episode 3 und Rogue One.
Zum Teufel nochmal, ich war da schon emotional sehr, sehr am Boden.
Deswegen und weil wir unseren eigenen Atem nicht mehr ertragen konnten, sind wir dann erstmal eine halbe Stunde im Dunkeln spazieren gegangen und haben viel geredet und uns ein bisschen ausgelaufen. Bevor wir uns dann an die nächsten drei Filme machen konnten.
Ja und dann war es schon  fast drei Uhr und der Hälfte sind immer wieder die Augen zu gefallen.
Uns trennte noch ein Film und ca. 2 Stunden 15 Minuten von der Ziellinie.
Wir waren so knapp dran, das zu schaffen, was uns unmöglich erschien…

…Aber wir waren vernünftig und haben eine vier Stunden Schlafpause eingelegt.
Ich hab auf dem Sofa ganz furchtbar geschlafen, aber war wach genug und auch gehypt genug, als ich dann um 7.30 Uhr auf der Höhe war, um Episode 7 voll und ganz zu erleben. Und das haben wir dann auch.
Wir sind mit Ach und Krach kurz vor 9.40 fertig geworden und die Terminhabenden sind aufgebrochen.
Ja und wir anderen beiden? Wir saßen da und ließen es auf uns wirken: ein bisschen wir nach einem Drogentripp (so stell ich mir das zumindest vor).

Es war ein Fest – es war die Hölle – es war auf jeden Fall ein Erlebnis, mit dem ich angeben werde UND uns kann so schnell nichts mehr schocken!

MEIN FAZIT:

Star Wars ist episch – Star Wars ist auf jeden Fall eine wirklich tragische und fantastische Geschichte – ich kann verstehen, warum die Menschen so durchdrehen!
Aber auf der anderen Seite fehlt mir auch ein bisschen was. Das ist ein bisschen zu viel Lichtschwertgefuchtel und ein bisschen zu wenig emotionaler Shit!
Ich bin mit Herz und Kopf involviert bei Harry Potter und bei Herr der Ringe, aber Star Wars braucht wohl noch ein paar Jahre, bis wir genauso gute Freunde werden.
Ich bin nämlich nicht Luke und kann nach einem Treffen schon Vater zu dem imperialen Bösewicht sagen!

Ich bin aber auf jeden Fall hyped auf den nächsten Teil und werde das wohl auch noch eine Weile verfolgen!

By the way: wer meine Gedanken während der Filme, mehr oder weniger vollständig mit manchmal ganz witzigen, manchmal nicht so witzigen Tweets verfolgen möchte: der # heißt #starwarsmitgans – schaut vorbei!
[Episode 1 ist mit dem Goose Out Account (meine Band) @gooseoutbitches geschrieben worden, im Anschluss aber über meinen Account @freigedichtung]

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11 Antworten

  1. wordBUZZz sagt:

    Ähm… naja Star Wars und dreieckige Schiffe?

    Zweitens, falls du mit Star Treks anfängst dann nicht mit den Filmen!
    Ich sage mal so Star Trek Deep Space 9 ist der beste Vertreter, danach kommt vielleicht Next Generations oder sogar Enterprise… Voyager hat zu viel Potenzial verspielt.

    Ich habe es mit 8 Jahren auch chronologisch angeschaut, weil man Vater bis heute keinen Plan hat von Star Wars und wir deshalb mit Episode I angefangen haben. Ich schäme mich bis heute noch für ihn. Episode 3 ist zum Teil wirklicher Dialogmist (zumindest die Dialoge zwischen Padme und Anakin. Schlicht weg schlecht geschrieben. Jedoch wird es ab dem Zeitpunkt ihrer Schwangerschaftsmitteilung besser (finde ich) und das Ende hat mich einfach leiden lassen. Anakin kann einem schon fast leidtun. Ich hasse/liebe Palpatine heute noch für seinen Plan.

    Wenn du noch haderst solltest du mal eines der Star Wars Bücher lesen… Damit werden die Filme noch besser. Obacht: Bleibe bei den Romanen die dem Canon der Filme treu bleiben, alles andere ist relativ unnötig.

    Roge One habe ich bis heute nicht geschaut, weil ich nie wirklich der Rebellen-Fan war…. Jedoch würde mich die Zwischenzeit (Episode VI bis VII) schon interessieren, weil mir dort noch das Wissen aus den Büchern fehlt. Apropos frage ich mich bis heute wie The New Order ihre Flotte finanziert. Die scheinen nie irgendwelche finanziellen Schwierigkeiten zu haben…

    • freidichterin sagt:

      In den alten Episoden (4-6) sind die imperialen Raunschiffe immer dreieckig, glaub ich.
      Da ich nunmal kein Fan der ersten Stunde bin und das jetzt auch nicht so eng sehe mit dem „man nimmt diese Filme ganz anders wahr, wenn man chronologisch schaut“ finde ich das nicht sooo schlimm. Viele Plottwists der Story kennt man ja eh schon und man ist auch nicht weniger Fan, wenn man das in der „falschen Reihenfolge“ schaut. Das ist mir dann teilweise zu viel FANDOM, wenn man da gleich so krass gehatet wird, nur weil man die Geschichte gerne chronologisch schaut. Ich mein, es ist ja trotzdem allen klar, dass die ersten drei Filme jetzt nicht ganz soooo großartig sind.
      Zwischendrin war ich dann auch derbe depremiert, weil Ep.3 und Rogue One beides so unwahrscheinlich traurig sind.
      Palpatine ist tatsächlich ein wunderbarer Bösewicht, finde ich. Der hat so unglaublich viel Spaß daran einer von den Bösen zu sein 😉
      Bei den Büchern muss ich mal schauen, das sind schon wieder soooooooo viele und dann auch noch so dick!

      Es gibt teilweise so viele Punkt, an denen man Realitätsferne schreien könnte, das wurde während dem Marathon dann immer mit einem deutlichen „Die Maaaaacht!“ erklärt. Ich denke, damm muss sich nicht alles erklären!
      Aber Rogue One ist schon gut, vor allem filmisch!

      Liebe Grüße

  2. Arielle sagt:

    Ich bin ganz hin und weg von deiner Art zu schreiben ❤ 😛

    ACHJA!! Nicht, dass ich nicht stolz auf euch wäre, aber beim nächsten Marathon doch bitte gleich den Kinofilm dran hängen, dann ist der Wahnsinn am komplettesten 😉

    • freidichterin sagt:

      Awwww Dankeschön 🙂

      Wenn einer nicht zu einem Familiendings gemusst hätte, wäre das vielleicht auch noch passiert.
      Denke aber, dass das der neuste Film auch nicht verdient hätte, vollkommen übermüdet genossen zu werden.
      Schließlich waren wir alle irgendwie in einem Delirium und irgendwie ganz schön neben der Kappe. 🙂

  3. Huhu,
    zu allererst bist du mir wirklich symphatisch. Auch wenn ich jetzt doch wohl wieder allein auf der Seite der Menschen stehe, die Star Wars noch nie gesehen haben und es auch nicht vorhaben. Aber es gibt ja noch Manga, Anime und Games und Harry potter.

    Liebe Grüße
    Lilly

    • freidichterin sagt:

      Awww das ist voll lieb 🙂
      Ganz alleine bist du nicht Darling!
      Und das ist ja auch gar nicht schlimm, wenn man nicht alles gesehen oder gelesen hat.
      Dafür gibt es noch zahlreiche andere Dinge, die ganz wunderbar sind, wie du schon geschrieben hast 😉
      Grüße zurück!

  4. Franzi sagt:

    Ohhh wow alle Filme hinterinander..Respekt! Ich war auch laaange eine Star Wars Jungfrau. Glaube bis vor ca 2 Jahren, dann habe ich mit Herzmann innerhalb von einem Monate alle Filme angesehen und bin seither auch sooo gehypte..BB8 durfte sogar bereits als Funko einziehen :D. Ich freue mich, dich bei uns begrüßen zu dürfen 😀 und werde die Tweets auf jeden Fall ncoh durchstöbern hihi

    • freidichterin sagt:

      Yep – alle Filme. Es war ein Desaster und ist auch nicht wirklich zur Nachahmung empfohlen. Auch wenn wir nicht leugnen können, dass wir schon ganz schön stolz auf uns sind 😉
      Ich hab mich immer so lange gesträubt, weil es einfach gefühlt so viel ist und ich immer dachte, ich komm nicht mehr rein und mit.
      Gerne die Tweets durchlesen 😉
      Liebe Grüße
      Itchy

  5. Jacquy sagt:

    Ich beichte auch mal, dass ich nie alle Star Wars Filme geschaut habe. Es hat mich einfach nie interessiert. Vor einiger Zeit habe ich dann mal Episode 4 und 5 geschaut, aber ehrlich gesagt ziemlich unkonzentriert und darum war ich auch nicht ganz überzeugt. Das möchte ich langsam aber wirklich mal ändern und habe mir die Filme darum für die nächsten Wochen mal vorgenommen. Um alle hintereinander zu schauen bin ich einfach nicht krass genug, meine Aufmerksamkeitsspanne reicht schon oft nicht mal für einen einzigen Film 😀
    Freut mich aber, dass du so überzeugt werden konntest, ich hoffe mir geht es ebenso.

    • freidichterin sagt:

      Ist auch nicht wirklich zu empfehlen! Das ist dann irgendwann einfach nur noch unschön.
      Ich schaff vielleicht zwei Filme, aber danach ist das nicht mehr Genuss,sondern wahrlich und im wahrsten Sinne des Wortes anstrengend, wie ein Marathon.
      Also lieber schön verteilt, damit man auch mehr davon mitkriegt… und alles ein bisschen mehr versteht.

      Bin ich ja mal gespannt, was du sagen wirst, wenn du fertig bist 😉

      • Jacquy sagt:

        Das kann ich mir vorstellen 😀 Wahrscheinlich macht man sowas auch eher ein mal und dann nie wieder. Fänd ich zumindest verständlich.
        Vielleicht denke ich ja daran, dann Bescheid zu sagen 😀

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