C.M. Hafen – Drachenbrüder: eine Rezension

Inhalt

Das Drachenvolk von Leotrim teilt ein besonderes Band zwischen Menschen und Drachen. Norwin, der Drache hat einen unbrauchbaren Flügel und sein Menschenbruder Ambro versteht die Drachensprache nicht. Das sind nicht gerade die besten Vorraussetzungen für ein starkes Band zwischen den beiden. TrotWo ihr Platz in dieser Welt sein wird, das müssen sie noch herausfinden!

Meine Meinung

Ein weiteres Buch, das jetzt schon geraume Zeit in meinem Regal steht, weil immer irgendetwas dazwischen rutscht. Jetzt haben wir es endlich aus dem Regal gezogen und dann es uns auch in den Bann.
Ich hab nach Eragon lange kein Buch mit und über Drachen mehr angefasst, weil es mir oft zu sehr High Fantasy oder einfach nicht gut genug gemacht war.
Aber ich war hier bei »Drachenbrüder« ohne Frage begeistert!
Am Anfang hab ich mich noch schwer getan die Welt, wie sie funktioniert und die Zusammenhänge zu verstehen, doch alles wird Schritt für Schritt, nicht zu schnell und zu verworren, aber auch nicht zu langatmig nebenher erklärt, also genau richtig, um alles nachvollziehen zu können und gleichzeitig die Spannung aufrecht zu halten.
Neben Ambro und Norwin spielt die Chronistin Hangameh eine wichtige Rolle in der Geschichte und in Leotrim. Diese uralte Frau im Körper eines kleinen Mädchens schreibt alles Wichtige auf und sammelt die Geschichten des Drachenvolks. Ein verdammt cooler Charakter!

»Eine Einladung der Chronistin schlägt man nicht aus.«

Im Schnitt sind mir die Protagonisten des Buches noch zu ungeschliffen, vor allem durch die Kürze des Buches ist es fast gar nicht möglich so in die Tiefe zu gehen, wie es notwendig wäre, um Ambro, Norwin und die Chronistin richtig kennenzulernen.
Ich lege da große Hoffnungen in den zweiten Teil!
Klar wird, dass vor allem Ambros Innenleben am detailliertesten dargestellt wird, ich hätte mir allerdings etwas mehr von Norwin gewünscht, er bleibt unglaublich blass und ist mehr ein Sidekick, als ein Protagonist.
Die mystische Sprache in Leotrim, niemand der wirklich Klartext redet, außer Ambro vielleicht, das gehört wohl dazu, ist aber an manchen Stellen ein wenig anstrengend, weil gefühlt jeder geheimnisvoll wirken soll. Auf der anderen Seite gab es dadurch sehr viele interessante und schöne Sprüche 😉

Trotzdem war der Schreibstil wirklich angenehm, sehr flüssig und man hatte durchaus seinen Spaß am Lesen.

Autor

C.M. Hafen ist Schwabe; gebürtige Zweiundachtzigerin. Drittgeborene, konservativ erzogen, liberal geraten, von der Vergangenheit geprägt. Arbeitet mit der Sippe im Bauwesen; Malen nach Zahlen bekommt so eine Bedeutung. Schreibt aus Besessenheit, weil sie nicht anders kann. Oder will. Lebt fürs Schreiben, schreibt fürs Leben gern, lebt ihr Schreiben hier: www.zweifragezeichen.wordpress.com

Fazit: Ein Fantasybuch, das trotz bekannter Elemente mit neuen Ideen aufkommt und auch ohne große Kampfszenen und Action die Spannung aufrecht hält. Wenn du auf stimmungsvolle, freundliche Fantasy stehst, die einen nicht mental total fertig macht, sondern viel mehr ein Lächeln ins Gesicht zaubert – lesen!

Plot                       ✪✪✪✪/5✪
Cover                           ✪✪/5✪
Charaktere           ✪✪✪✪/5✪

»Inmitten einer taunassen Wiese im Nirgendwo von Leotrim, nicht hier und nicht dort, vermisste der eine den anderen und den Trost, der nicht mit Worten beigebracht werden kann.«

Autorin C.M. Hafen
Titel Das Drachenvolk von Leotrim: Drachenbrüder
Dulogie/Trilogie (1/3)
Hardcover/Softcover Ausgabe
Seitenzahl 185 Seiten
Verlag O’Connell Press
ISBN  3945227410
Preis 18,90 €
Genre Fantasy
Erschienen 31. Oktober 2015

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1 Antwort

  1. 30. August 2018

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